Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte

der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa e.V.

 

Die Arbeitshilfe der Bischofskonferenz zur Neuordnung der Vertriebenenseelsorge (Nr. 289) formuliert als Zielsetzung künftiger Akzentuierung der kirchlichen Sorge um die Deutschen aus den ostmitteleuropäischen und südosteuropäischen Regionen die gemeinsame Pflege einer „reflektierten und zukunftsfähigen Erinnerungskultur“ (AH, S. 8), die Teil einer europäischen Erinnerungskultur ist als Voraussetzung der Friedensarbeit in Europa.

Damit ist auch die Selbstverständlichkeit ausgedrückt, dass die Glaubens- und Kirchengeschichte der Menschen, die in den Nachkriegsjahren in die Bundesrepublik und die DDR kamen, Teil unserer gemeinsamen Geschichte sind.

Wichtige Grundlagen für diese Aufgabenerfüllung erarbeitet das Institut für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa seit nunmehr über 50 Jahren – eine vergleichbare Einrichtung gibt es in der bundesdeutschen Wissenschaftslandschaft nicht.

Diese Aufgaben lassen sich nur in interdisziplinärer und internationaler Kooperation mit Partnern in Ostmittel- und Südosteuropa – Tschechien, Slowakei, Polen, Österreich, Ungarn, Slowenien usw. – bewältigen.

Der wissenschaftliche Austausch wird gesucht mit Mitgliedern der universitären Ebene, mit historischen Instituten, aber auch mit kirchlichen Institutionen, wie Diözesanarchiven, Diözesanmuseen, katholischen Universitäten und Fakultäten.

Das Institut will die Verständigung der Nachbarvölker über die Wende von 1989 hinaus auf ein christlich vereintes Europa unterstützen und vorantreiben. Gemein - same Geschichte bildet dabei ein Fundament der Verständigung auf Zukunft hin.

Jährliche wissenschaftliche Arbeitstagungen und über mehrere Jahre sich erstreckende Forschungs- und Arbeitsprojekte sind eine Basis der Institutsarbeit.